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Neue Kennzeichnungspflicht für Wasch- und Desinfektionschemie.
Seit dem 1. Juni 2015 gilt auch für „Gemische“, worunter auch Wasch- und Desinfektionschemie fällt, die neue Kennzeichnungspflicht nach GHS/CLP.

Die Sicherheitsdatenblätter und Betriebsanweisung für die Chemie von Schneidereit Professional mit der neuen Kennzeichnung können Sie sich hier direkt herunterladen.

» Download Datenblätter und Betriebsanweisungen

Im Folgenden finden Sie darüber hinaus die wichtigsten Informationen zur Umstellung auf die neue Kennzeichnung:


Gefahrstoffe: GHS/CLP-Verordnung – was ist neu?
GHS – das steht für „Global Harmonized System of Classification and Labelling of Chemicals“.

Bisher haben sich nicht nur die nationalen Einstufungen und Kennzeichnungen der Gefahrstoffe unterschieden, es galten auch unterschiedliche Einstufungen für Transport und Verwendung. Das führte zu verwirrenden und widersprüchlichen Kennzeichnungen und Angaben im globalen Handel und Transport.


Neues Einstufungs- und Kennzeichnungssystem
Die CLP-Verordnung – beziehungsweise das GHS – wurde von den Vereinten Nationen entwickelt und ist inzwischen in europäisches Recht umgesetzt. Sie beinhaltet ein völlig neues Einstufungs- und Kennzeichnungssystem.

Die wichtigsten Änderungen auf einen Blick:

  • Neue Gefahrenpiktogramme: Das Totenkopfsymbol (siehe oben) kennzeichnet nur noch akut toxische Stoffe. Das neue Piktogramm der menschlichen Silhouette mit „Strahlen“ markiert die chronisch toxischen wie beispielsweise CMR-Stoffe (krebserzeugend, mutagen und reproduktionstoxisch).Ein Ausrufezeichen gilt nun für reizende, sensibilisierende und erst in höheren Dosen akut toxische Stoffe.Und das Gasflaschensymbol kennzeichnet alle Druckgase.
  • 28 Gefahrklassen statt der alten 15 Gefahrenmerkmale und neue Gefahrenkategorien: 16 physikalisch/chemische Gefahrenklassen, 10 Gesundheitsgefahrenklassen, 2 Umweltgefahrenklassen.
  • Neue, meist höhere Einstufung bekannter Stoffe und Gemische: Alle Gasflaschen, auch nicht-explosive Gase, gehören zur neuen Gefahrklasse „Gase unter Druck“ und werden mit dem Gasflaschenpiktogramm gekennzeichnet. Atemwegssensibilisierende Stoffe werden als gefährlich eingestuft und mit dem Symbol des menschlichen Umrisses ausgewiesen.
  • Neue Gefahren- und Sicherheitshinweise: Die neuen H-Sätze (Hazard Statements) zur Gefahrenbeschreibung sind wesentlich differenzierter als die alten R-Sätze (Gefahrenhinweise). Die neuen P-Sätze (Precautionary Statements) geben Sicherheitshinweise zu den Punkten „Allgemeines“, „Prävention„, „Reaktion“, „Lagerung“ und „Entsorgung“.

Eine schnelle Übersicht bietet das Plakat im Downloadbereich, das die bisherige der neuen Gefahrenkommunikation gegenübergestellt.


Handlungsbedarf in den Betrieben und Einrichtungen
Aufgrund der neuen Systematik müssen die Unternehmen ihr Gefahrstoffverzeichnis aktualisieren. Auch die Gefährdungsbeurteilung sollten sie entsprechend fortschreiben und um die Gefahrenhinweise und die Maßnahmen aus den neuen H- und P-Sätzen ergänzen.

Betriebsanweisungen und betriebliche Unterweisungsunterlagen müssen überarbeitet werden sowie die Kennzeichnung betriebseigener Behälter angepasst.

Kontakt

Sie möchten fachkundige Beratung? Wir beantworten Ihre Fragen gerne telefonisch unter
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